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MOB (Man Over Board) Mann über Bord.

Das Manöver, dass nach dem Fall ins Meer eines Mannschaftsmitglieds ausgeführt werden muss, enthält ein paar gemeinsame Regeln für alle Situationen.

Es ist aber auch wichtig, die Umstände in Betracht zu ziehen und hauptsächlich, die Ruhe zu bewahren.

Vorweg müssen schon zwei Sachen beachtet werden.

  1. Vor dem Ablegen muss die Mannschaft unterrichtet werden, um die zu befolgende Prozedur und wie der Motor gestartet und gestoppt wird, zu erklären.

  2. Das andauernde Tragen der Rettungsweste und des Sicherungsgurtes, bei allen Gängen ausserhalb des Cockpits, während der Nacht, bei schlechter Sicht, schlechtem Wetter ist erforderlich. Nachts soll zusätzlich noch ein Handscheinwerfer getragen werden.

Im Fall eines Unfalls wird die folgende Prozedur ausgeführt:

  1. Die Person, die den Fall bemerkt hat, ruft „Mann über Bord“ und bezeichnet die Seite des Falls. Danach verfolgt sie das Opfer auf Sicht und deutet mit einem Arm in dessen Richtung.

  2. Der Ort des Unfalls wird durch den Wurf von Rettungsboje und oder IOR Boje und/oder Rauchtopf in Richtung des MOBs markiert.

  3. Den MOB Knopf am GPS, dem UKW Gerät drücken, die Position, Uhrzeit und Kompassrichtung in das Logbuch eintragen.

  4. Wiederaufnahme des MOB.

  5. Wenn die Wiederaufnahme innerhalb 5 Minuten nach dem Unfall misslingt, den Notruf mit UKW (DSC und Kanal 16) aktivieren.

Wiederaufnahmeprozedur

  1. Mit Maschine

Das übliche Manöver is als „Boutakoff Manöver“ bekannt. Nur die Angelsachsen nennen es « The Williamson ».Boutakoff

Es erfordert, 90 Grad in Richtung des Mann über Bord abzubiegen. Danach wieder zurück auf den ursprünglichen Kurs und weiter drehen, bis man in die Gegenrichtung fährt. Also, in Luv zum MOB zurückfahren. 

  1. Mit Segeln

    Nota : bei vorhandener Maschine ist es Vorschrift, sie zu starten und im Leerlauf zu lassen!

a. Segel und Maschine

Abfallen auf Raumwindkurs und Segel fieren, um Fahrt zu vermindern. Maschine im Leerlauf starten. Vorsegel einrollen/einholen. Grosssegel bis zur Bootsachse dichtholen und Halsen. Im Wind zum MOB aufschiessen. Bei starkem Wind das Grosssegel durchsetzen. Dem MOB annähern und Fahrt verlangsamen, um auf der Höhe der Person zu halten.

b. Nur mit Segel

Ohne oder mit ausgefallener Maschine muss so manoevriert werden, das man im Luv vom MOB zurückkommt und auf dessen Höhe stopt.

Abfallen auf Raumwindkurs und Segel fieren, um Fahrt zu vermindern. Abhängig vom Wind und der Mannschaftsstärke kann entweder gehalst werden oder geloft, gewendet und dann auf dem Gegenkurs abfallen – das beinhaltet kein Risiko bei Starkwind oder Einhand. Danach wird zum MOB zurückgesegelt, auf dessen Leeseite vorbei und dann sofort gewendet mit der Genoa back. Wenn das Ruder in den Wind gedreht und das Grossseggel gefiert wird, stabilisiert sich das Boot und stopt genau in Luv vom Mann über Bord (wenn das Manöver korrekt ausgeführt wird).MOBvoileMOBtackQ